The taste of Turkey: Türkische Meze

Türkische Meze Titel

Dass türkisches Essen saugeil ist, hab ich ja schon öfters hier am Blog gepredigt. Ist es eben! Kann man nix gegen sagen! Viele denken da vielleicht gleich mal an Kebab und Halva, aber die türkische Küche hat so, so, so viel mehr zu bieten, und vor allem auch für Vegetarierinnen und Leute, die nicht auf Süßigkeiten stehen, also die Kebabs und Halvas eher lieber vermeiden wollen. Supergut, weil ich falle in beide Kategorien. Und weil ich in letzter Zeit eigentlich noch dazu ziemlich vegan unterwegs bin, sind zwei der drei Meze, die ich euch heute zeigen, eben vegan. Ums Joghurt bin ich dieses Mal nicht herum gekommen – das türkische mag ich einfach gerne. Ab und zu darf das auch sein 🙂

Wie komm ich jetzt mitten im Dezember wieder auf türkisches Essen? Ich war gerade für ein wunderschönes verlängertes Wochenende in meiner Lieblingsstadt – Istanbul. Jedes Mal wieder fasziniert mich diese Metropole aufs Neue und ich kann es eh jetzt schon wieder kaum erwarten, bis ich das nächste Mal wieder hin darf. Außer viel spazieren und Sonne genießen haben J und ich vor allem eines gemacht: GEGESSEN. Unter anderem eben auch Meze – das sind kleine Vorspeiseteller, die als erster Gang auf die Tische gehäuft werden, sodass man ihn wirklich und wahrhaftig ächzen hören kann. Bei einem kleinen Restaurant im Speziellen kam uns der Kellner mit einem Tablett voller Auswahlmöglichkeiten entgegen, und ich fands dann fast schon ein bisschen schade, dass man zu zweit einfach nicht so viel nehmen kann, weil gerne hätte ich eigentlich alle ausprobiert.

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Unsere Auswahl hat uns trotzdem begeistert, und meine zwei liebsten stelle ich euch hier vor: einmal türkischer Joghurt mit Chili-Öl und Walnüssen, und einmal Spinat mit Granatapfel. Nach denen ich seitdem übrigens süchtig bin! Die dritte Variante, eigentlich eine ganz simple Tomatensauce, hab ich mir von einem afghanischen Freund abgeschaut. Der hat nämlich zu Thanksgiving für uns einen wunderbaren vegetarischen Vorspeisenteller zubereitet und mich damit überrascht, Tomaten mit Dill und Ingwer zu kombinieren. Dill verwende ich so gut wie nie, weil er mir zu stark schmeckt und mir vorkommt, er passt nie so richtig – umso mehr war ich dann vom Geschmack begeistert.

Zusätzlich serviert man dann normalerweise noch viele eingelegte Dinge, wie Oliven oder gefüllte Paprika. Und natürlich – Fladenbrot. Eins der schönsten Dinge an Kirgistan (wo ich gerade wohne und koche, jajaja) ist, dass es hier einen großen türkischen Supermarkt gibt, der genau das verkauft – aber auch in Österreich und Deutschland findet man das sicher leicht. Am besten schmeckt’s natürlich, wenn man die Meze direkt mit dem Brot isst. Aber, genug gelabert, hier kommen die Rezepte!

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Tomatensauce mit Ingwer und Dill

Eigentlich ist das bloß Tomatensauce. Bloß! Was das Ganze besonders macht: die Kombination aus Ingwer und Dill. Diese zwei geben der Sauce nämlich eine Note, die man gar nicht wirklich erwartet – und: superlecker wird es außerdem, wenn man es ein bisschen mit der Joghurt-Meze vermischt. 

  • 1 große Tomate
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 TL Ingwerpulver
  • 1 EL Tomatenmark
  • Salz, Pfeffer
  • Olivenöl
  • Ein bisschen Dill zum Garnieren

Zubereitungszeit: ca. 15 Minuten. Aufwand: gering. Schwierigkeit: leicht, leicht, leicht! 

  1. Die Zwiebel so klein wie möglich hacken. In einer Pfanne reichlich Olivenöl erhitzen und die Zwiebel ca. 7 Minuten lang darin anbraten.
  2. Die Tomate ebenfalls so klein wie möglich schneiden und zur Zwiebel geben. Tomatenmark, Salz, Pfeffer, und Ingwerpulver hinzufügen und köcheln lassen, bis eine geschmeidige Konsistenz entsteht.
  3. Die Sause mit dem Dill bestreuen und auf einem kleinen Teller anrichten.

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Türkisches Joghurt mit Chili-Öl und Walnüssen 

Achtung, scharf! Das (der?) Joghurt, das ja in der Türkei eher fest und cremig ist, kühlt die Zunge, während das Chili-Öl gleichzeitig so richtig reinhaut. Na ja, kommt auf das Öl drauf an, aber meines ist S-C-H-A-R-F! Die Walnüsse sorgen für den nötigen Biss. 

  • 4-5 EL Türkisches Joghurt
  • etwas Chili-Öl mit Schoten
  • ein paar Walnüsse

Zubereitungszeit: schafft es wer in unter einer Minute? Geht mir nix, dir nix. Aufwand: nada. Schwierigkeit: Nüsse. Man könnte fast sagen – Walnüsse. 

  1. Das Joghurt auf einem kleinen Teller anrichten und mit dem Öl und den Walnüssen garnieren. Da kommt man sich fast schon ein bisschen doof vor, wenn man dafür ein Rezept schreibt 😛 Aber – wenig Aufwand, großer Effekt. J und ich fanden dieses Meze beide eigentlich am besten von allen!

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Spinat mit Granatapfel 

Das war für mich die Entdeckung in Istanbul: Granatäpfel, und wie saugut die eigentlich mit allem schmecken, mit dem sie so kombiniert werden. Hier gibt’s zu den fruchtigen, süßen Kernen Spinat mit Frühlingszwiebeln, Ingwer und Zitronensaft. Gibt ein schönes Spiel am Gaumen – und willkommene Abwechslung, wenn einem der Jogurt-Chili Dip zu scharf wird! 

  • 2 kleine Bund Spinat, grob gehackt
  • 4-5 kleine Frühlingszwiebel
  • 1/4 Granatapfel
  • etwas frischer Ingwer, gehackt
  • Saft von einer halben Zitrone
  • Salz, Pfeffer, Olivenöl

Zubereitungszeit: 10 Minuten maximal. Aufwand: gering. Schwierigkeit: leeeeeeicht. 

  1. Zuerst etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und den Ingwer darin braten. Die Frühlingszwiebel in Ringe schneiden und hinzufügen.
  2. Mit dem Zitronensaft ablöschen und den Spinat darin dünsten lassen, bis er in sich zusammenfällt. Mit Salz und Pfeffer würzen.
  3. Am Schluss die kleinen Kerne des Granatapfels hinzufügen. Wir bekamen das Gericht kalt serviert, funktioniert aber auch warm!

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Türkische Meze

©verrückteweibchen
Fotos & Text: Vanessa

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2 Gedanken zu “The taste of Turkey: Türkische Meze

  1. Spinat + Zitrone + Granatapfel, wer hätte gedacht, dass so ne ausgefallene Kombi tatsächlich umwerfend lecker ist!! Ich feiere euch echt, liebe verrückte Weibchen.

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