Zimt-Haie

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Sophie und die Haie. Haha. Das ist eine Hass-Liebe, die man nur schwer erklären kann. Ich muss grade selber ein bisschen lachen, wenn ich über mein Hai-Problem nachdenke. Jeder, der mich relativ gut kennt, dem dürfte das Sophie-vs.-die-Haie (vor allem die weißen Haie)-Problem sehr gut bekannt sein und jeder, der mich und mein Hai-Problem kennt,  lacht jetzt wahrscheinlich auch. Naja, denn es stellt sich die Frage: Um was geht’s denn da eigentlich?

Haha. Ich weiß es auch nicht. Ich hab‘ wohl als kleines Kind zu viele Hai-Filme gesehen. Ach. Diese Haie. Mir sind die so unheimlich! Wie die da durch die Tiefen des Meeres schwimmen und hin und wieder mal ein paar Menschen anknabbern, weil es eben gerade mal so passt. Ich persönlich stelle mir da ja immer die Frage: Wieso sind so ziemlich alle Urtiere ausgestorben, nur die Haie nicht? Nein, die natürlich nicht. Die schwimmen seit ca. 400 Millionen Jahren durch die Ozeane und machen grausame Dinge, von denen wir alle nicht einmal zu träumen wagen! Was ist denn falsch mit denen? Die sind einfach zu mächtig! Und zu angsteinflößend! Und zu hässlich! Aber dann auch irgendwie wieder elegant. Aber hässlich elegant! Und elegant hässlich! Ich weiß auch nicht, ich habe da ein Trauma. Das wäre so ziemlich das Worst-Case-Szenario meines Lebens: Sophie trifft einen Hai. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Hoffentlich niemals! Aber ich bin da eh vorsichtig. Ich schwimme nämlich gar nicht im Meer. Mag ich nicht. Da hab‘ ich echt Angst. Ich geh‘ eigentlich immer nur so weit ins Wasser wie ich noch stehen kann, damit ich das Meer-Feeling ausnutze, wenn ich schon mal am Strand bin. Manchmal aber, wenn ich mir denke, ich sollte meine Angst bekämpfen – denn ganz ehrlich mal, wie wahrscheinlich ist es, dass genau da wo ich gerade schwimme, auch einmal ein Hai vorbei schwimmt und sich denkt: „Die Sophie, die hol‘ ich mir jetzt.“ ? – Ich weiß es auch nicht. Manchmal da schwimme ich dann eh einen Meter weiter oder manchmal auch zwei! Aber dann ist es leider meistens so, dass ich immer nach unten starre, weil ich mich doch noch fürchte, und dann entdecke ich meinen Schatten und krieg‘ Panik, weil das könnte ja auch ein Hai sein. Und dann schwimm ich ganz schnell wieder zurück, so weit weg von den Haien, dass sie stranden würden, wenn sie mich essen wollen würden. Dann setz‘ ich mich einfach auf den Sand in ein paar Millimeter tiefes Wasser und genieße da das Meer. Hauptsache Meer. Lustig, ich weiß. Find ich ja selber, aber weiter schwimmen kann ich trotzdem nicht. Geht eben einfach nicht.

Manchmal überkommt mich aber neben dem Respekt und der Angst vor den Haien auch die Abneigung und die Wut ihnen gegenüber. Und dann denk‘ ich mir: Die essen einfach Menschen! Das geht doch nicht! Ich muss ihnen auch wehtun! Ich sollte sie einfach auch essen! Und dann geh ich zum Beispiel in ein Asia-Lokal und lass mir einen Hai braten. Und dann schmeiß‘ ich ganz viele Zwiebeln und scharfe Sauce dazu und auch Knoblauch, damit es ihnen ja wehtut! Denn das haben sie verdient! Diese Biester! Muhaha!! Man muss sagen, dieser Racheakt meinerseits amüsiert viele meiner Freunde, vor allem Vanessa hat sich das gemerkt. Und somit hat sie sich entschieden dies sogar in meine Beschreibung hier bei den verrückten Weibchen zu schreiben: (was mich wiederum sehr amüsiert)

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Dann allerdings tun sie mir wieder so leid! Da gibt’s ja in anderen Ländern Menschen, die die Haie einfach aus dem Meer fischen, ihnen die Flossen abschneiden, um diese dann als teures Essen zu verkaufen, und die Haie einfach wieder ins Meer schmeißen, um sie dort sterben lassen. Ich mein, das geht doch nicht! Grausam ist so was! Und auch nicht besonders fair! Echt jetzt! Denn irgendwie muss es doch einen Grund geben, warum genau diese Tiere nach so vielen Jahren immer noch leben.

Wie ihr seht, herrschen zwischen den Haien und mir gewisse Unstimmigkeiten, die ich mal so und mal so betrachte. Der Punkt ist der: Irgendwie ist das schon so eine Art Gag geworden. Die Sophie und die Haie eben! Eh klar! So kommt’s, dass man dann zum Geburtstag zum Beispiel mal ein Buch über Haie geschenkt bekommt oder bei einem Keks-Ausstecher in Hai-Form einfach absolut nicht nein sagen kann. So kam es also dazu, dass ich mir diesen Ausstecher zugelegt habe und jedes Jahr beim Kekse-Backen recht viel Spaß habe, wenn ich Kekse in Hai-Form backen kann. So wurden heuer bei mir aus klassischen Zimt-Sternen eben Zimt-Haie.

Und das Lustigste kommt ja erst nach dem Backen. Man kann dann die Haie einfach alle aufessen! So wie sie normalerweise die Menschen einfach essen! Muhahahahahahahahaha! Rache ist süß! und in diesem Fall zimtig-süß! 😛

Zutaten für ca. 70 Zimt-Haie:

  • 250 g + etwas Puderzucker
  • 3 Eiweiß
  • Salz
  • 2 TL Zimt (die TL kann man ruhig gut vollmachen finde ich, denn wenn es schon Zimt-Haie gibt, dann sollen die schon auch nach Zimt schmecken!)
  • 350 g gemahlene Mandeln
  • etwas Mehl
  • Backpapier

Zubereitungszeit: 30 Minuten, Ruhezeit Teig: 30 Minuten (muss aber nicht sein); Backzeit: 15 Minuten bei 125 Grad Umluft

  1. Den Puderzucker sieben.
  2. 3 Eiweiße (Eidotter könnt ihr für andere Rezepte verwenden) und eine Prise Salz mit dem Handmixer einige Minuten lang zu Eischnee schlagen. Dabei immer wieder etwas Puderzucker einrieseln lassen. Wer für seinen Handmixer einen Schneebesen-Aufsatz hat – Gratuliere! Dann geht’s schnell. – wer nur die normalen Aufsätze hat, muss eben einige Minuten länger schlagen. Macht ja nichts.
  3. 7 EL der Eischneemasse beiseite stellen. (Das wird unsere Glasur)
  4. Anschließend den Zimt und die Mandeln unter die Schneemasse heben. Achtung: Der Teig klebt tierisch! Also einfach ein bisschen Mehl hinzugeben, dann geht es besser. Allerdings auch nicht zu viel Mehl, denn ganz kann man das Kleben eh nicht verhindern.
  5. Der Teig kann prinzipiell gleich ausgerollt und weiterverarbeitet werden, aber wenn man ihn 30 Minuten kühlt, geht das Ausrollen und Ausstechen leichter.
  6. Die Arbeitsfläche mit Puderzucker bestäuben (Nur nicht Geizen mit dem Zucker – Gönnt euch!!) und den Teig darauf ca. 1/2 cm dick ausrollen.
  7. Haie ausstechen (wer leider keinem Hai-Ausstecher hat, der sollte sich dringend einen zulegen(!!!) und naja wer wirklich keinen findet, der verwendet eben eine andere Keksform. Klassisch wären Sterne. Man kann sich aber aussuchen was man möchte. Hin und wieder muss  man eben ein bisschen über die Stränge schlagen. Haha) und auf einem mit Backpapier belegten Backblech platzieren. Tipp: Den Keksausstecher hin und wieder in Mehl tauchen, damit der Teig nicht daran kleben bleibt. Überschüssiges Mehl einfach abklopfen.
  8. Den Ofen auf 125 Grad Umluft vorheizen.
  9. Bevor die Kekse in den Ofen schwimmen ( 😉 ) mit Hilfe eines stumpfen Messers mit der übrigen Eischneemasse bestreichen. Ich gebe ja zu, dass dieses Bestreichen bei den Haien schon ein bisschen dauert, weil naja die haben eben ein paar Flossen. Andererseits haben Sterne auch einige Zacken, also was soll’s. Immerhin kann man dann HAIE AUFESSEN. Hihi.
  10. Die Haie ca. 15 Minuten im Ofen backen. Anschließend herausnehmen und abkühlen lassen.

Tipp: Am besten aufzubewahren sind diese Kekse in einer Keksdose mit einem Apfelschnitz.

Gönnt euch die Haie!

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Rezept: lecker.de
Hai-Idee: ©verrückteweibchen
Fotos & Text: Sophie

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