Nussecken

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Die Philosophie der Kekse: To be Keks or not to be Keks, this is here the question.

Ihr fragt euch jetzt zurecht, was das soll und nein, ich habe nicht zu tief in die Rumkugel-Dose geschaut, ich meine das komplett ernst. Letzte Woche hat mich mein Philosophie-Professor gefragt, welches Rezept ich zuletzt auf dem Blog vorgestellt habe. Darauf habe ich geantwortet, dass wir verrückten Weibchen gerade total im Keksfieber sind und eigentlich mehr backen als kochen (abgesehen von dem Essiggurken-aufs-Käsebrot-Drapieren – wenn der Magen nach etwas Saurem schreit).

Daraufhin ging die Diskussion los, die mich nicht mehr losgelassen hat: Was ist das Besondere an der Weihnachtsbäckerei? Was macht einen Weihnachtskeks zum Weihnachtskeks? Vor allem: Nussecken kann man beim Bäcker das ganze Jahr über kaufen, warum sind diese dann Weihnachtskekse? Oder kurz: To be Keks or not to be Keks, this is the question.

Wenn ich nun eine Definition finden müsste, würde diese so aussehen: Süße Backwerke oder Konfekt, die in der Vorweihnachtszeit im Rahmen der Familie erzeugt und um Weihnachten verzehrt werden, um sich die Wartezeit auf Weihnachten wortwörtlich zu versüßen bzw. zu verkürzen. Aber unterscheidet sich nun ein Keks, den ich im Juli backe, von dem, den ich in der Vorweihnachtszeit backe und wenn ja, wie? Ich habe wiefolgt geantwortet: Nach der Tradition in meiner Familie werden pauschal nur im November/Dezember Kekse gebacken. Und ja, es ist so. Die Rezepte, die ich unter die Kategorie Weihnachtskekse stelle, werden nur in der Adventszeit gemacht. Also eine Nussecke, die im Juli gebacken wird, ist eine Nussecke, aber eine Nussecke, doe im Dezember gebacken wird ist ein Weihnachtskeks (is ja auch ein bisschen kleiner und süßer und überhaupt verführerischer). Kapisch?

Aber für mich sind Weihnachtskekse mehr als nur ein einfaches Gebäck, das im Dezember hergestellt wird. Weihnachtskekse sind für mich Träger von Erinnerungen: gemeinsam mit der Familie an Adventssonntagen die Adventskranzkerzen anzuzünden, eine Tasse Tee zu trinken und Kekse zu naschen, heimlich die Keksdosen zu leeren oder der Oma beim Füllen der Linzer Augen zu helfen.

Ja, ihr habt recht, die Argumentation ist schwammig, aber bevor ich jetzt Prämissen aufstelle und daraus eine Konklusion schließe zeige ich euch lieber das erste neue Keksrezept aus diesem Jahr: Nussecken.

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Mama’s Rezept für Nussecken

ergibt ein Blech 
Zubereitungszeit: 1,5 Stunden (plus 1 Stunde Kühlzeit)

das braucht man dafür:

150 g glattes Mehl
1 Päckchen Backpulver
1 Ei
1 Päckchen Vanillezucker
50 g Butter
70 g Zucker
1 Prise Salz

125 g geriebene Haselnüsse
125 g grobe Haselnüsse
2 EL Wasser
1 Päckchen Vanillezucker
125 g Butter
125 g Zucker

100 g Schokolade (ich nehme am Liebsten Milchschokolade oder Schokoladenglasur)

so wird’s gemacht:

1.Als erstes macht ihr euch an den Mürbeteig: dafür mischt ihr alle Zutaten zügig zu einem Teig, wickelt diesen in Frischhaltefolie und lässt diesen ungefähr eine Stunde  im Kühlschrank ruhen.

2. Nachdem der Teig genug geruht hat, rollt ihr ihn auf die Größe eines Bleches (ungefähr 30×22 cm) aus.

3. Dann macht ihr euch an den Nussbelag: dafür gebt ihr alle Zutaten in einen Topf und lasst die Masse einmal aufkochen. Diese Masse gebt ihr auf den Mürbeteig und streicht ihn glatt.

4. Im Ofen backt ihr nun die Nussecken auf 180 bis 200 Grad bei Ober- und Unterhitze für 20 bis 25 Minuten.

5. Diese lasst ihr kurz auskühlen, bevor ihr die Platte mit einem scharfen Messer in gleich große Dreiecke schneidet.

6. Über dem Wasserbad schmelzt ihr nun die Schokolade und taucht jeweils die Ecken in die geschmolzene Schokolade. Jetzt müsst ihr die Nussecken auf einem Küchengitter oder auf einem Backpapier nur noch trocknen lassen, bevor ihr die kleinen Köstlichkeiten genießen könnt.

Kurz noch als Nachsatz, damit es auch jeder versteht:
I: Weihnachtskekse sind Kekse, die im Dezember gebacken werden.
II: Diese Nussecken wurden im Dezember gebacken.
III: Diese Nussecken sind Weihnachtskekse.

Viel Spaß beim Nachbacken wünscht euch euer verrücktes Weibchen Elisabeth.

(c) Verrückte Weibchen
Text & Fotos: Elisabeth
Rezept: Elisabeth’s Mama

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